Zu sanft gehe die Bundesregierung mit der Türkei um, sind sich die Außenpolitiker von den Grünen und der Linken sicher. Die Bundesregierung dürfe sich nicht gegen die Einberufung des deutschen Botschafters in der Türkei ausschweigen, sie hat die Pressefreiheit zu verteidigen. Unsere Grundrechte dürfen nicht aufgrund des EU-Türkei-Deals geopfert werden.

Von Redaktion/dts

Die Opposition im Bundestag hat die deutsche Regierung scharf für eine zu sanfte Türkei-Politik kritisiert. "Die Leisetreterei der Bundesregierung gegenüber Erdogan ist unerträglich und längst gescheitert", sagte Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, der Berliner Zeitung. Dass die türkische Regierung den deutschen Botschafter in Ankara wegen eines Satire-Videos einbestellt zeige, wie unberechenbar und arrogant der türkische Präsident agiere. "Es ist höchste Zeit, dass Frau Merkel bei kritikwürdigen Themen Erdogan gegenüber die Lautstärke aufdreht."

Auch Linken-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen, die bereits am Ostersonntag auf Twitter von der Einbestellung berichtet hatte, forderte, "das Auswärtige Amt muss endlich klar Stellung zur Verteidigung der Pressefreiheit beziehen". Erdogan wolle "offenbar nun auch die Pressefreiheit in Deutschland einschränken", sagte sie der Berliner Zeitung. "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung sich zur Einbestellung des deutschen Botschafters in der Türkei weiter ausschweigt. Unsere Grundrechte dürfen nicht auf dem Altar des schäbigen EU-Türkei-Deals geopfert werden."

Die türkische Reaktion auf den Satire-Film kritisierte tatsächlich auch SPD-Außenpolitiker Niels Annen als "völlig unangemessen": Erdogan scheine zu glauben, dass die Bundesregierung die deutschen Medien beeinflussen könne und wolle. "Für ein Land, das Mitglied der EU werden möchte, ist dies eine besorgniserregende Einstellung", sagte Annen der Berliner Zeitung. Er sei sich sicher, dass der deutsche Botschafter das "sehr klar zurückgewiesen" habe.

Auch die Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) verurteilte Erdogans Vorgehen "Seine Reaktion ist überzogen", sagte der TGD-Vorsitzende Gökay Sofuoglu der Berliner Zeitung. "Dass er sich auf diese Weise einmischt, ist noch mal eine zusätzliche Satire. Man sollte die Kirche im Dorf lassen und die Satire in Deutschland."

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8 thoughts on “Grüne und Linke kritisieren „Leisetreterei“ gegenüber Türkei”

  1. Wo waren denn diese Schwachmaten, als bewiesen wurde das Erdogan direkt mit dem IS zusammen arbeitet, oder als Bilder aus der Türkei über den Mord an seiner eigenen Bevölkerung durch die Medien gingen, oder als er mit dem 3. Weltkrieg spielte als er den Russischen Jet abgeschossen hatte, oder… 

    Die Worte der Grünen und Linken sind die eines verlogenen Lumpenpacks - nichts weiter.  

  2. Mal abgesehen davon, dass die Medien schon von der Bundesregierung gelenkt werden ,so hat Erdogan sich hier gefälligst rauszuhalten !!!

    Und Merkel ist mal wieder auf dem Weg, sich abermals komplett lächerlich zu machen!

    Sobald die Türkei in der EU ist, werden wir mit dem selbsternannten Sultan noch viel Freude haben…..

  3. Typisch grün-linker Stuss: Ich benötige keinen Meteorologen, um zu wissen, wie gestern das Wetter war. Im übrigen sind es doch sonst immer die "grünen" und "roten", die den Türken in sämtliche Ärsche kriechen!

  4. Es hat zwar nicht mit dem o. g. Thema zu tun, ist aber mindestens genauso interessant und vor allem wichtiger: https://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/ceta-minister-gabriel-plant-entmachtung-des-bundestages/

  5. Das ist ein Schuß nach hinten, weil sie dabei Frau Roth nicht involviert haben. Die Standpauke möchte ich gerne hören:) Oder sie meinten, man hat zu wenig massiv die Türken aufgefordert, mehr Migranten nach Europa zu schicken. Ich glaube, es ist eher ein verfrühter Aprilscherz innerhalb der Partei, der zu früh bei den Grünen lanciert wurde!

  6. Wenn der Annen schon dabei ist,dann scheint der Sultan wirklich von der AmiSeite her zum Abschuß

    ferigegeben zu sein. Sonst käme von der Seite nichts.

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