Präsident Xi Jinping rief die Volksbefreiungsarmee und die Polizei dazu auf, stets kampfbereit zu sein und die Fähigkeit zu entwickeln, moderne Kriege zu gewinnen. Es zeichnet sich eine proaktivere chinesische Außenpolitik ab.
Von Marco Maier
Auf einem Schießplatz in Nordchina wohnte Chinas Staatspräsident und oberster Befehlshaber der Volksbefreiungsarmee, Xi Jinping, einer Militärzeremonie bei, die den Beginn der Trainingsaktivitäten für das Jahr 2018 darstellen. Dabei betonte Xi die enorme Wichtigkeit der Kampfbereitschaft und der Weiterentwicklung der Kampffähigkeiten.
"Die Kommandeure müssen dafür Sorge tragen, dass Übung und Training im Einklang mit modernen Gefechtssituationen stattfinden. Sie müssen die Regeln für das Training beherrschen und sicherstellen, das die Ausbildung auf den strengsten Standards beruht", sagte Xi. Deshalb müsse die Volksbefreiungsarmee innovativere Trainingsmethoden einführen, die logistische Unterstützung verbessern und auch zielgerichtetere Kampfübungen durchführen. Es müsse das Ziel der Übungen sein, zu jeder Zeit an jedem Ort der Welt an Kampfhandlungen teilzunehmen und diese auch siegreich zu beenden.
Damit markiert der chinesische Staatschef einen Wendepunkt in der außenpolitischen Haltung der Volksrepublik, die bislang weitestgehend non-interventionalistisch ausgerichtet war und sich vor allem auf wirtschaftliche Beziehungen konzentrierte. Insofern kann man die Aussagen Xis auch so deuten, dass das Reich der Mitte in den kommenden Jahren auch außerhalb des eigenen unmittelbaren Sicherheitsbereiches militärisch aktiv werden will.
Laut dem chinesischen Verteidigungsministerium nahmen an der Zeremonie auf dem nordchinesischen Truppenübungsplatz mehr als 7.000 Soldaten und beinahe 300 große Waffensystem wie Kampfpanzer und Infanteriefahrzeuge teil. Direkt in Folge der Eröffnungszeremonie für das Trainingsjahr 2018 begannen die anwesenden Truppen mit dem Training.
In mehreren Militärstützpunkten im Norden Chinas starteten Einheiten von VBA und bewaffneter Polizei mit verschiedenen Übungen. Das Heer unternahm in Nordchina ein kombiniertes Einsatztraining mit Kampfpanzern und Helikoptern. Die Marine mobilisierte ihre Schiffe und Amphibienfahrzeuge für eine Landungsübung in Südchina. Die Luftwaffe übte Zielerfassung und Luftkampf, die Raketentruppen übten das Verlegen von Raketenbatterien und die bewaffnete Polizei simulierte einen Notfalleinsatz.
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