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Das europäische Baugewerbe im Sinkflug

Wie Eurostat vermeldet, muss das Baugewerbe in der Europäischen Union einen weiteren Rückgang der Produktion verkraften. Damit geht der im Jahr 2007 begonnene Abwärtstrend weiter, wenngleich sich die Lage im vergangenen Jahr langsam zu stabilisieren schien.

Im November 2013 lag das Niveau der gesamten Bautätigkeit in der gesamten Europäischen Union um 1,6% unter dem Wert des Vorjahresmonat. Die Eurozone musste im selben Zeitraum ein Minus von 1,7% verkraften. Im Hochbau nahm die Bautätigkeit sowohl im Euroraum als auch in der EU28 um 1,4% ab, nach -2,0% bzw. -0,7% im Oktober 2013. Im Tiefbau ging die Bautätigkeit im Euroraum um 3,1% und in der EU28 um 3,2% zurück, nach -3,9% bzw. -2,6% im Vormonat.

Produktion BaugewerbeBesonders vom Rückgang der Bautätigkeit betroffen waren Portugal (-13%), Italien (-10,8%) und Bulgarien (-9,1%). Während die Lage in Deutschland stabil blieb, konnten Slowenien (+30,7%), Ungarn (+18,9%) und Schweden (+5,9%) die höchsten Zuwächse verzeichnen. Damit zeigt sich, dass die Lage der Bauwirtschaft in Europa nach wie vor kritisch ist, wenngleich einige Staaten ersten Anzeichen einer Erholung von der Krise aufweisen.

BauproduktionWie nachhaltig das enorme Wachstum des Bausektors in Slowenien und Ungarn sein wird, bleibt abzuwarten. Immerhin befindet sich der slowenische Bankensektor nach wie vor in einem desolaten Zustand, während den ungarischen Banken die Vorgaben der Regierung schwer zu schaffen machen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die slowenische Bauwirtschaft bis Anfang 2013 auf knapp über die Hälfte jenes Volumens zusammenschrumpfte, welches sie noch 2010 erwirtschaftete. Ungarns Baubranche scheint sich hingegen seit Mitte 2012 sukzessive zu erholen, wenngleich das Niveau von 2010 noch länger nicht in Greifweite ist.

Insgesamt befanden sich im dritten Quartal 2013 nur 9 von 28 Staaten gegenüber 2010 im Plus. Darunter mit den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, sowie Rumänien vier Länder mit enormem Aufholbedarf und niedrigem Ausgangsniveau. Am schlimmsten vom Abschwung betroffen ist Griechenland, welches inzwischen nur noch auf ein Niveau von weniger als 47% der Produktion des Jahres 2010 kommt, gefolgt von Slowenien mit 61% und Portugal mit 60%.

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